Auch kein Prignitz-Cup in 2021

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es leider nur noch 3 Läufe, die in diesem Jahr in der Prignitz stattfinden:

2. Temnitzer Heidelauf am 4. September 2021
1. Glöwener Einheitslauf am 3. Oktober 2021
21. Prignitzer Moormeile am 16. Oktober 2021

Darum haben sich die Sponsoren des Prignitz-Cup, die MAZ und die Sparkasse Prignitz, entschlossen, die Cup-Wertung auch in diesem Jahr auszusetzen.

Aktuelle Infos zu den drei Läufen in Rägelin, Glöwen und Bad Wilsnack findet Ihr auf http://prignitz-cup.de/laeufe/

Virtuelle Läufe – Positive Stimmen überwiegen

VIRTUELLE LÄUFE – AUCH AUF DEM LAUFBAND – SIND IM MOMENT DIE ALTERNATIVE ZU DEN ZAHLREICHEN ABGESAGTEN REALEN LÄUFEN. IN EINER UMFRAGE ÄUSSERN PRIGNITZER SPORTLER IHRE MEINUNG ZU DIESEN VERANSTALTUNGEN. MARIUS BECKER

Virtuelle Läufe: Rolf Schädlich aus Bad Wilsnack befragte Prignitzer Laufsportler / Positive Stimmen überwiegen

Oliver Knoll im Prignitzer vom 19.05.2021

Die Startmöglichkeiten für die Läuferinnen und Läufer an Wettkämpfen sind derzeit gering. Bleibt das Laufen allein oder zu zweit in der Natur. Oder das Duell gegen die Zeit am Computer. Der virtuelle Lauf. Darüber berichteten wir vor vier Wochen an dieser Stelle. Daraus entstand die Idee einer Umfrage. Derer sich Rolf Schädlich vom Team der Prignitzer Moormeile annahm.
Der Bad Wilsnacker hörte sich nicht nur in der Prignitzer Läuferszene um. Er stellte die Umfrage bei der Facebook-Gruppe „Laufen in Berlin“ ein und teilte sie auf „Laufen in Brandenburg“ und beim Rolandlauf Perleberg. Mit einer allerdings nicht ganz so zufriedenstellenden Resonanz. „Ich hatte gehofft, dass sich etwas mehr Läufer an der Umfrage beteiligen“, sagte Rolf Schädlich. Der hatte fünf Aussagen getätigt, denen sich die Sportler anschließen konnten. Gleichzeitig waren die Läufer aufgefordert, ihre Meinung konkret zu äußern oder selbst Ideen beizusteuern.
Insgesamt 61 Personen schrieben, dass sie bereits an virtuellen Läufen teilgenommen haben. Die Aussage, dass virtuelle Läufe in der jetzigen Zeit eine gute Alternative zu realen Läufen sind, erhielt 32 Stimmen. Noch nie an einem virtuellen Lauf teilgenommen und es auch in Zukunft nicht vor, gaben 21 Personen zu Protokoll. Die Aussage, von virtuellen Läufen gar nichts zu halten, bekam 15 Stimmen. Nicht an einem solchen Lauf teilgenommen, aber es sich durchaus vorstellen konnten zehn Sportler. Es gab noch eine sechste Aussage. Dabei gaben 16 Stimmen an, an einem virtuellen Lauf teilzunehmen, um den Veranstalter zu unterstützen.

Wunsch nach realem und virtuellem Lauf parallel

Das Stimmungspendel schlug deutlich in Richtung für virtuelle Läufe aus. „Ich persönlich finde es toll, dass meist ein größerer Zeitraum an virtuellen Läufen gegeben wird. Und es entfällt die Anreise/Übernachtung bei einigen. Ich würde es begrüßen, wenn in Zukunft immer beides parallel angeboten wird… real vor Ort plus virtuell“, schrieb eine Sportlerin. Eine weitere teilte mit: „Ich bin Anfängerin und kenne nur virtuelle Läufe. Aber es macht mir Spaß und finde ganz gut, dass es momentan diese Möglichkeit gibt.“
Eine Läuferin aus der Prignitz berichtete, dass sie sich mit einigen Mitstreiterinnen gerade zum virtuellen Frauenlauf in Berlin angemeldet hat. „Sonst bin ich dort immer mit meinen Töchtern und Freundinnen hingefahren und es war immer ein tolles Erlebnis. In diesem Jahr laufen wir jeder für sich, aber die Spende für die deutsche Frauenkrebshilfe verbindet uns“.
Aber es gibt auch kritische, zum Teil ablehnende Kommentare. „Ich nehme ja an einem Lauf teil wegen der Atmosphäre, den anderen Läufern und das Gefühl am Start. All das kann ein virtueller Lauf nicht bieten. Hinzu kommt dann noch, dass da einige einen Reibach mit machen wie ich das sehe. Da gibt es ja mittlerweile wahnsinnig viele von und was die letztlich für ein Stück Blech und eine virtuelle Urkunde verlangen, ist ja nicht mehr feierlich“, schrieb ein Läufer recht salopp.
Auch zwei bekannte Prignitzer Laufsportler meldeten sich noch zu Wort. „Ich habe mich mit der Situation abgefunden und laufe für mich allein. Ab und zu ein virtueller Lauf, die machen auch Spaß, aber es fehlen einfach die Kontakte. Trotzdem trainiere ich weiter und orientiere mich an Trainingsplänen, in der Hoffnung auf Wettkämpfe im Herbst“, schrieb Yvonne Loock. Und Triathlet Thomas Teige meinte: „Virtueller Lauf in der Prignitz hört sich gut an. Am Wettkampftag ist man auch ein bissel ambitionierter als beim normalen Training. Das Ergebnis vergleichen ist auch interessant.“
Das Ergebnis von Rolf Schädlich kann sich sehen lassen. Die Umfrage war aufwendig, hat aber Spaß gemacht. Kein Wunder, denn Schädlich ist oft im Internet unterwegs, erstellt für Vereine und Unternehmen der Region Webseiten. Zum Beispiel die Seiten vom Rolandlauf, Prignitz-Cup oder Kreissportbund Prignitz. Demnächst bekommt auch die Moormeile ein neues Gesicht. Was reale Läufe betrifft, so hat Rolf Schädlich noch einen großen Wunsch: „Ganz persönlich hoffe ich auf den Oberelbe-Marathon in Dresden Mitte Juli. Da will ich nach über 20 Jahren wieder einen Marathon laufen. Ein herrlicher Landschaftslauf von Königstein nach Dresden – immer an der Elbe lang.“

Prignitz Cup 2021 schrumpft weiter

DAS JUBILÄUM DES PERLEBERGER ROLANDLAUFES (HIER EIN START AUS EINEM FRÜHEREN JAHR) FÄLLT AUS. DIE 30. AUFLAGE FINDET WEGEN DER CORONA-PANDEMIE NICHT STATT. JETZT WURDE MIT DEM HEIDELAUF IN WITTSTOCK EIN WEITERER LAUF DES PRIGNITZ-CUPS ABGESAGT. TORSTEN GOTTSCHALK

Nach Absage des Heidelaufs in Wittstock nur noch drei Veranstaltungen / Virtuelle Läufe wohl keine Alternative.

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 21.04.2021.

Da waren es nur noch drei. Der LC Dosse Wittstock hat den Below-, Gedenk- und Heidelauf zum zweiten Mal nach 2020 wegen der anhaltenden Pandemie und der Inzidenzzahlen für den 29. Mai abgesagt. Die Veranstaltung – es wäre die 40. gewesen – ist nach dem Rolandlauf in Perleberg die zweite des Prignitz Cups 2021, die jetzt nicht stattfindet. Auch für die Perleberger ein trauriger Moment, denn der Rolandlauf hätte seine 30. Auflage und damit auch ein Jubiläum gefeiert.
Bereits seit Längerem stand fest, dass es in diesem Jahr keinen Jahn-Gedenklauf in Lanz geben würde. Das gilt auch für den Pritzwalker Lauf- und Wandertag im Hainholz. Letztgenannter verschwindet vorerst gänzlich aus der Laufserie. „In unserer letzten Mitgliederversammlung wurde schweren Herzens beschlossen, dass es in Zukunft leider keinen Pritzwalker Lauf- und Wandertag mehr geben wird. Wir möchten allen Läufern, Sponsoren und Helfern für die langjährige Unterstützung danken. Zukünftige, lokale Veranstaltungen ohne Werte wie z.B. unser Frühlingslauf oder Neujahrslauf werden je nach Corona-Lage angekündigt“, teilte der jahrelange Veranstalter, der Pritzwalker Lauftreff 04, Anfang April auf seiner Homepage mit.
Bleiben noch drei Termine. Zunächst der 2. Temnitzer Heidelauf. Der soll nach Willen der Veranstalter weiterhin wie geplant am 4. September stattfinden. Ein für diese Woche geplantes Arbeitstreffen wurde verlegt. Weiter würde es am 3. Oktober mit dem 1. Einheitslauf in Glöwen gehen. Auch hier soll gelaufen werden und der Wettkampf ist mittlerweile auch Thema im Glöwener Ortsbeirat. „Der Streckenverlauf wurde dem Ordnungsamt schon vorgestellt. Bisher gibt es keine Beanstandungen“, wurde Ortsvorsteher Christopher Teschner in dieser Zeitung zitiert.
Den Abschluss des Prignitz Cups bildet die Moormeile in Bad Wilsnack. Die ging im vergangenen Jahr im Oktober trotz der sich ankündigenden nächsten Welle der Corona-Pandemie mit einem sehr guten Hygienekonzept über die Bühne. Das soll auch in diesem Herbst so laufen. „Wir sind optimistisch, wie immer“, sagte Rolf Schädlich vom Organisationsteam. Sie soll am 16. Oktober vor der Karthanehalle gestartet werden.

Umfrage zur Meinung über virtuelle Läufe

Die Startmöglichkeiten für die Läuferinnen und Läufer an Wettkämpfen werden geringer. Bleibt das Laufen allein oder zu zweit in der Natur. Oder das Duell gegen die Zeit am Computer. Der virtuelle Lauf. „Von Prignitzer Teilnehmern an virtuellen Läufen habe ich noch nicht gehört. Aber das muss nichts zu sagen haben. Für mich ist das allerdings keine Alternative“, lautete die Meinung von Rolf Schädlich.
Dennoch will er sich damit beschäftigen. Und – so seine Idee – eine kleine Umfrage unter den Prignitzer Sportlern starten. Ob diese virtuelle Läufe gut finden und schon mal an einem teilgenommen haben. Das Ergebnis werden wir hier veröffentlichen.
Einen Prignitzer Laufsportler haben wir schon mal direkt nach seiner Meinung gefragt. „Nein, auf virtuelle Läufe habe ich keine Lust. Es ist schon ziemlich deprimierend, aber im Vergleich zu anderen Sportarten können wir unseren Sport doch wenigstens ausüben. Nur die Wettkämpfe fehlen. Die Motivation und die Leistung leiden bei mir ziemlich. Ich mache aktuell viel weniger als sonst. Vielleicht findet Anfang Juli der Schweriner Fünf Seen Lauf statt. Ansonsten sind die Herbstläufe mein Ziel. So ohne Wettkampfplan, habe ich aktuell auch keinen Trainingsplan. Die Hoffnung bleibt“, antwortete Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald.

Auch 2021 kein Heidelauf

Ein Artikel in der MAZ vom 14.04.2021.

Wittstock. Nun ist es bittere Gewissheit: In Absprache mit Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann, sagt der LC Dosse Wittstock den Below-, Gedenk- und Heidelauf zum zweiten Mal nach 2020 wegen der anhaltenden Pandemie und der wieder steigen Inzidenzzahlen im Kreis für den 29. Mai ab. „Es ist das gleiche wie voriges Jahr“, so Cheforganisator Wolfhard Zick vom LCD.

Für das Jubiläum des 40. Wittstocker Heidelaufs hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes ausgedacht. Er wäre erneut auf dem Marktplatz gestartet und die Stadthalle hätte den Läufern zum Umziehen und Duschen zur Verfügung gestanden. „Das war schon mit dem Bürgermeister abgesprochen . Beim LaGa-Lauf hatte das gut geklappt.“

Alle Pläne und Hygienekonzepte aus dem letzten Jahr waren noch vorhanden. Jetzt gilt es für den LC Dosse und die Stadt Wittstock abzuwarten, wie sich die Pandemie entwickelt.„Wenn wir den Lauf nur stattfinden lassen könnten“, wünschten sich Wolfhard Zick und seine Mitstreiter noch zu Beginn des Jahres mit bangem Blick auf die Corona-Entwicklungen. Denn der Below-, Gedenk- und Heidelauf bedeutet für den LC Dosse den Höhepunkt des Vereinslebens.

Von Anfang an war Bürgermeister Jörg Gehrmann Schirmherr dieses Events. „Wenn das so weitergeht mit der Pandemie“, so befürchtet Wolfhard Zick, „dann sterben vielleicht einige Laufveranstaltungen.“ Der Wittstocker Lauf ist nunmehr die dritte Laufveranstaltung des Prignitz-Cups, die in diesem Jahr wegfällt. Der Rolandlauf in Perleberg und der Jahn-Gedenklauf sind bereits abgesagt worden. Im Plan sind noch der Temnitzer Heidelauf (4.9.), der Einheitslauf in Glöwen (3.10.) und die Prignitzer Moormeile (16.10.). bed