Ein Beitrag von Marius Böttcher in der MAZ vom 09.06.2026
Das Stadion des Friedens in Wittstock platzte am Sonnabend aus allen Nähten: Über 400 Lauffreunde sorgten für einen neuen Rekord beim 44. Below-, Gedenk- und Heidelauf des LC Dosse Wittstock. Das Traditionsevent der Laufserien um den Prignitz- und Brandenburg-Cup profitiert enorm von einem Schulwettkampf.
Wittstock/Dosse. Sinkende Teilnehmerzahlen, steigende Anforderungen: Noch vor einigen Jahren, auch nach der Corona-Pandemie, war die Zukunft des Below-, Gedenk- und Heidelaufs des LC Dosse Wittstock ungewiss. „Hin und wieder hatten wir um die Fortsetzung gebangt“, gibt Wolfhard Zick ehrlich zu.
Doch längst hat man in der Ostprignitz die Kurve bekommen, mittlerweile purzeln im Stadion des Friedens die Rekorde. „Es ist rührend, die ganzen Kinder beim Sport zu sehen. Mit großem Eifer sind die Talente dabei“, freut sich der Vereinsvorsitzende über die erfolgreiche 44. Lauf-Ausgabe.
Insgesamt 421 Teilnehmende, darunter 265 Kids, pulverisierten am Sonnabend die bisherige Bestmarke – der Start-Ziel-Bereich platzte aus allen Nähten. „Über 400 – das ist phänomenal, daran war lange nicht zu denken. Man kommt aber auch so langsam an seine Kapazitätsgrenzen“, sagt Zick, dessen Sohn Stefan bei der Organisation federführend ist.

Quelle: Alexander Wagner
Dieser weiß auch, warum das Event so einen rasanten Aufstieg hinlegte: „Wir sind Teil des Prignitz- und des Brandenburg-Cups. Vor allem aber bekommen wir durch den Schul-Cup zahlreiche Kinder auf den Sportplatz.“ Die Sparkasse hat die drei am stärksten vertretenen Schulen prämiert – die meisten Kinder liefen für die Waldring-Grundschule 200 Euro ein.
„Diese Aktion macht den Lauf wieder größer und attraktiver“, betont Zick, der auf die Unterstützung von insgesamt 70 Ehrenamtlichen zählen durfte. Vater Wolfhard ergänzt: „Hier wird Hand in Hand gearbeitet, das funktioniert wirklich toll. So war es verdient, dass jeder Kuchen bis auf den letzten Krümel aufgefuttert war.“
Jiri Rosol und Yvonne Loock gewinnen 8,5-Kilometer-Lauf
Nicht nur organisatorisch, auch sportlich wurde überzeugt: Jiri Rosol vom befreundeten tschechischen Verein aus Zebrak gewann den 8,5-Kilometer-Lauf in 31:41 Minuten. Schnellste Frau war über diese Distanz die Perlebergerin Yvonne Loock (38:03 Minuten).
Den Halbmarathon entschied Paul Andrehs (LG Oberhavel) für sich – er überquerte nach einer Stunde, 18 Minuten und 37 Sekunden die Ziellinie. Die ehemalige Zweitliga-Handballerin Emy Jane Hürkamp (Neuruppin) gewann in der Frauen-Konkurrenz in 1:36:56 Stunde.

Quelle: Alexander Wagner
Alle Ergebnisse findet ihr auf https://ziel-zeit.de/ergebnis.php?lauf_id=1755
