Zwei Monate vor dem Start in die Prignitzer Laufsaison haben wir den Cheforganisator des Meyenburger 2-Länder-Laufs, Maik Waldburger, zu einem kurzen Interview gebeten.
Prignitz-Cup: Maik, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Lauf in Meyenburg ins Leben zu rufen?
Maik: Die Idee, einen Lauf zu organisieren, kam während des Laufens, ist jedoch schon 10 Jahre her. Beim Laufen hat man Zeit nachzudenken. Ursprünglich hatte ich die Idee eines Prignitz-Marathons, von Pritzwalk nach Wittenberge. Verrückte Ideen darf man ja haben. Aber das hatte sich schnell zerschlagen. Intensiv kam das Thema dann erneut während bzw. nach der Corona-Zeit auf. Einige Lauf- und Sportveranstaltungen standen vor dem Aus oder verschwanden tatsächlich aus den Veranstaltungskalendern.

Prignitz-Cup: Was waren die größten Schwierigkeiten, den Lauf über die Landesgrenze hinaus zu organisieren?
Maik: Die eigentliche Schwierigkeit lag darin, sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen, wem was gehört oder wer alles gehört werden muss. Welche Auflagen bestehen, welche Fristen sind einzuhalten, u.v.m. Einfach kurz was absperren und loslaufen ist da nicht. Da gibt es die Forstbehörde, Naturschutzbehörde, Landkreis, Polizei, Straßenmeisterei, Ordnungsamt, Waldeigentümer und nicht zu vergessen Versicherungen, Gema u.s.w. Ich habe in Brandenburg angefangen und dann „nur“ noch mal alles für Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Also ganz easy 
Ich muss dennoch sagen, es mussten viele Papiere erstellt werden, die Beantragungen bei den Ämtern/Behörden liefen jedoch ohne größere Schwierigkeiten durch und es gab immer ein offenes Ohr für unsere Fragen.
Prignitz-Cup: Du hast ja sicher ein Team um dich. Wie viele Mitstreiter stehen dir ungefähr zur Seite?
Maik: Wir sind ein kleiner, engerer Kreis von vier Personen Martin Weimüller, Dietmar Jahnke und Kathrin Zachert. Natürlich wächst das Team kurz vor und während der Veranstaltung. Ohne die viele freiwilligen Helfer/innen ist ein solches Event einfach nicht umsetzbar. 2025 waren über 50 Helfern/innen an und neben der Strecke (Freunde, Familie, Vereine, ortsansässige Unternehmen, Mitarbeiter der Stadt, der freiwilligen Feuerwehr, Polizei u.v.m.).
Prignitz-Cup: Gibt es etwas kurioses oder besonders erwähnenswertes vom ersten Lauf zu berichten?
Maik: Ich glaube unsere Motivationsschilder entlang der Strecke sind recht gut angekommen und haben einigen ein Lächeln entlocken können.
Ganz besonders erwähnenswert finde ich jedoch die Meyenburger Cummunity die sich gebildet hat. Es sind unsere Walker/innen, die sich auf die Veranstaltung freuen, sich zum Training treffen und auch ihren Spaß dabei haben. Es sind diejenigen, die jetzt doch die Laufschuhe anziehen und joggen gehen. Es sind die passiven Teilnehmer, die ihren Spaß hatten und unbedingt wieder mithelfen wollen. Der Zuspruch war riesig und man merkt deutlich die Vorfreude auf die 2. Auflage.

Prignitz-Cup: Was nimmst du aus der ersten Veranstaltung als größtes Verbesserungspotenzial mit in die 2. Auflage?
Maik: Auf jeden Fall ein verbessertes Zeitmanagement am Veranstaltungstag. Wir dachten wir waren gut vorbereitet. Es gab dann doch noch zu viele Kleinbaustellen. In diesem Jahr werden wir noch kleinere Teams und entsprechende Verantwortungsbereiche bilden. Sonst fand ich die Erstauflagre recht gelungen. Ein paar Kleinigkeiten, die die Veranstaltung noch etwas runder machen, sind dennoch geplant.
Prignitz-Cup: Was wünschst du dir für die Zukunft, für euren Lauf und auch den Prignitz-Cup?
Maik: Ganz klar, dass sich der Meyenburger Lauf fest etabliert und nicht nur Bestandteil der hiesigen Laufszene wird, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird.
Natürlich wünsche ich mir auch für den gesamten Prignitz-Cup weiterhin steigende Teilnehmerzahlen und Bekanntheit. Die Entwicklung, die der Cup gemacht hat, ist super und ich denke wir sind auf einem sehr guten Weg mit vielen stark engagierten Organisatoren.
Vielen Dank, Maik, und viel Erfolg für Euren Lauf am 12. April 2026.
Hier geht’s zur Ausschreibung, zu den Streckenansichten und zur Anmeldung.
