Vorjahresgewinner wiederholt Erfolg

START ZUM 3. EINHEITSLAUF IN GLÖWEN. VORN MIT DEM ROTEN TRIKOT DER SPÄTERE SIEGER ÜBER DIE 12,7 KM-, MAXIMILIAN WEGERT. OLIVER KNOLL

Leichtathletik 3. Einheitslauf in Glöwen mit 183 Startern / Waldburger und Wegert dominieren.

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 04.10.2023.

Schon bei seiner dritten Auflage hat sich der Einheitslauf in Glöwen, der sechste von sieben Läufen im Prignitz-Cup, etabliert. Kurz vor dem Start blickte Veranstalter Christopher Teschner mit stolz auf die Teilnehmer, die sich zum Gruppenfoto aufgestellt hatten.
Ein derartiges Foto dürfte in Zukunft – wenn die Entwicklung so anhält – immer schwieriger werden. Diesmal waren es 183 Laufsportler, Wanderer und Nordic Walker, die auf die Strecken von 600 Meter bis zu 12,7 Kilometer durch und rund um Glöwen gingen. Eine erneute Steigerung gegenüber den 155 Startern aus dem Vorjahr und den 120 bei der Premiere.
Die Sportler brachten Verstärkung mit. Verwandte und Freunde, mitunter ganze Familien. Der Start- und Zielbereich an der Schule war gut gefüllt. Es herrschte so etwas wie Volksfeststimmung.

DIE JÜNGSTEN LAUFSPORTLER GINGEN MIT VIEL EHRGEIZ AUF DIE STRECKE. VORN DER SPÄTERE SIEGER NOAH KLANK (164) AUS GLÖWEN. OLIVER KNOLL

Von „Noah, Noah“-Rufen in Ziel getragen

Dazu trugen auch die Akteure bei. Gleich zu Beginn taten das die Jüngsten. Noah Klank (Jahrgang 2016) aus Glöwen wurde über die 600 Meter von einer Welle aus „Noah“-Rufen in Richtung Ziel getragen. Davon scheinbar überwältigt stoppte er kurz vor der Linie, machte dann aber doch die letzten Schritte zum Sieg.
Überwältigt schien auch das Stichwort für Maximilian Wegert von der LG Oberhavel zu sein. Der 29-Jährige gewann die 12,7 km in 47:39,4 Minuten. Kurz vor dem Ziel riss er die Arme hoch und überquerte mit „Ja, ja“-Rufen den Strich. Die Plätze zwei und drei belegten mit Abstand Thobias Sach (Molchow/ 50:27,2) und Vorjahressieger Jörg Schulze (Lauftreff Bentwischer Wald/ 52:52,7).
Christopher Teschner beendete sein Rennen auf Rang zehn. Der Ortsvorsteher von Glöwen benötigte für die Strecke 1:02:44,8 Stunden. Schnellste Frau über diese Distanz war Kathrin Maltzahn (Lauftreff Bentwischer Wald/1:09:24,6).
Auf der kurzen Strecke wiederholte Maik Waldburger seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Der aus Perleberg stammende und jetzt in Groß Woltersdorf lebende Läufer brauchte für die 5,7 km 21:51,0 Minuten. Während sich Waldburger, der vor zehn Tagen noch beim Berlin-Marathon gestartet war, sich gleich nach dem Ziel auf einer Decke niederließ und sich der Familie widmete, kamen mit Benjamin Fechner (UG Kreiskrankenhaus Prignitz/23:32,2) und Tobias Witt (LT Breese/23:56,4) die nächsten Sportler ins Ziel.
Erste bei den Damen wurde Kristina Walz (Dargardt). Mit ihrem Erfolg in 27:50,1 Minuten sammelte sie Punkte für den Prignitz-Cup. Dort spitzt sich in der Pokalwertung der Herren das Duell zwischen Maik Waldburger und Maximilian Wegert zu. Vor der abschließenden Moormeile in Bad Wilsnack am 14. Oktober liegt Waldburger knapp vorn.
Nach und nach wurde es im Zielbereich etwas ruhiger. Standen zu Beginn begeisterte Eltern, die ihren Nachwuchs bei der Ankunft mit dem Handy dokumentieren wollten, den offiziellen Fotografen mitunter im Weg, galt das Hauptaugenmerk jetzt der Fachsimpelei zwischen den Läufern. Überall fanden sich Gruppen. Aber ein Art Volksfeststimmung herrschte immer noch.

Alle Ergebnisse unter https://my.raceresult.com/ 234950/results

Kartoffeln für die Schnellsten

Der für die LG Oberhavel startende Maximilian Wegert (Mitte) bekam von Viktor von Podbielski den Wanderpokal überreicht. Foto: privatEin Beitrag von

Ein Beitrag von Markus Böttcher in der MAZ vom 20.09.2023.

Der Prignitz-Cup befindet sich nach dem 2. Podbielskilauf in Dallmin auf der Zielgeraden – der Wanderpokal geht nach Oberhavel, Veranstalterin Nicole Ullmann mit der Fortsetzung zufrieden.

Dallmin. Wer sich sportlich betätigt, der darf danach auch mal sündigen – und so ließ sich Nicole Ullmann am Sonntagabend die Pizza genüsslich schmecken. Die Veranstalterin vom Podbielskilauf in Dallmin gewann eine familieninterne Wette gegen ihren Lebensgefährten Steffen Rieche. „Am Donnerstag lag die Anmeldezahl bei etwa 75. Ich war optimistisch und habe darauf gesetzt, dass es noch mindestens 100 Teilnehmende werden“, verrät Ullmann. Und tatsächlich: Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr wagten sich nun 100 Läuferinnen und Läufer – und damit eine Person mehr als 2022 – an die Startlinie im Karstädter Ortsteil.

„Tolles Wetter, tolle Gespräche, familiärer Charakter – die Resonanz war insgesamt sehr positiv, ich war selbst auch zufrieden mit der Umsetzung des 2. Podbielskilaufs“, betont die Veranstalterin, „einige Verbesserungen sind immer möglich und stehen mit Blick auf das nächste Jahr auf der Liste“. So sorgte der Lauf-Nachwuchs für einen „kleinen Chaosmoment“: Statt 500 Meter bis zum Feuerwehrmann und wieder zurück zu laufen, bogen die Jüngsten zu früh ab und waren bereits nach zweieinhalb Minuten wieder im Ziel. „Einer lief vor, die anderen hinterher“, schmunzelt Nicole Ullmann: „Es wurde dann einfach nochmal gestartet, damit waren alle einverstanden.“

Die jüngsten Lauftalente mussten nach einem kleinen „Chaosmoment“ ein zweites mal an die Startlinie. Foto: Benjamin Genz

Das Niveau auf den Hauptstrecken, welche durch die schöne Natur Dallmins, die umliegenden Wälder und auch entlang des Podbielski-Damms, dem rund vier Kilometer langen ehemaligen Streckenstück der Kreisringbahn zwischen Dallmin und Postlin, führte, war überaus ordentlich. Die 13-Kilometer-Distanz gewann der für die LG Oberhavel startende Maximilian Wegert in 51:17 Minuten. Schnellste der insgesamt sieben Frauen war Yvonne Loock (SSV Einheit Perleberg), welche nach 56 Minuten und 42 Sekunden den „langen Kanten“ hinter sich brachte.

„Das hat mich total gefreut, dass Yvonne hier teilgenommen hat. Sie ist ein Aushängeschild der Prignitz und jeder Veranstalter ist glücklich, wenn sie an den regionalen Läufen teilnimmt. Ich hatte gehofft, dass sie medial vom Lauf mitbekommt“, erklärt Ullmann. Erst am Sonntagmorgen meldete sich die Ausnahmeläuferin, die jüngst bei den Norddeutschen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren in Zeven (Niedersachsen) auf der Tartanbahn mit dem Titel in ihrer Altersklasse W45 über 1500 Meter glänzte, nach.

Maik Waldburger (Groß Woltersdorf), in der hiesigen Laufszene ebenfalls bestens bekannt, entschied sich – anders als noch beim 13-Kilometer-Sieg im Jahr 2022 – für den Start auf der kürzeren Distanz. Auch auf der sechs Kilometer langen Strecke dominierte Waldburger und gewann in 23:45 Minuten. In der weiblichen Konkurrenz hatte Yvonne Maltz (UG Kreiskrankenhaus Prignitz), welche die Ziellinie nach 32 Minuten und 45 Sekunden überquerte, die Nase deutlich vorn. Über den Wanderpokal durfte sich aber der bereits erwähnte Maximilian Wegert freuen.

„Den Pokal gibt es eben nur für den Gesamtsieger der langen Distanz“, erklärt Nicole Ullmann, „für Maik Waldburger war die Sechs-Kilometer-Distanz mit Blick auf die Prignitz-Cup-Wertung wertvoller. Maximilian Wegert hat das toll gemacht, ein junger, dynamischer Läufer“. Letzterer bekommt bei der sechsten Prignitz-Cup-Station am 3. Oktober in Glöwen, wo der Einheitslauf startet, den Wanderpokal mit Gravur überreicht. „Das haben wir so verabredet“, bemerkt Ullmann, die lobend erwähnt, dass die Kosten dafür Viktor von Podbielski höchstpersönlich trägt. Er ist ein Nachkomme des preußischen Staats- und Landwirtschaftsminister Victor von Podbielski (1844 – 1916). Dieser hatte von seinem Vater das Gut Dallmin geerbt und war für seinen Heimat-Landkreis auch Abgeordneter im Reichstag.

Während Ullmann, die selbst auf den sechs Kilometern unterwegs war und am kommenden Wochenende ihren vierten Berlin-Marathon läuft, am Sonntagabend die verdiente Pizza genoss, gab es andernorts vermutlich Kartoffeln. „Wir sind mit unserer Stärkefabrik ja ein Kartoffeldorf und deswegen gab es für jeden Sieger – egal ob Männlein oder Weiblein, einen Fünf-Kilo-Kartoffelsack. Die bekam ich aus Putlitz vom Gemüse- und Kartoffel-Sortierwerk“, berichtet die Veranstalterin, „und alle haben sich gefreut“. Also: Gut gestärkt und voller Vorfreude blicken Ullmann, der mitwirkende TuS Dallmin und ein Großteil der Läuferschar bereits auf die dritte Podbielski-Auflage.

Prignitz-Cup Laufveranstalter und Lauffreunde (v.l.): Nicole Ullmann (Podbielskilauf Dallmin), Birgit Jaap (Rolandlauf Perleberg), Christopher Teschner (Einheitslauf Glöwen), Rolf Schädlich (Moormeile Bad Wilsnack), Sebastian Urbank (Jahn-Gedenklauf Lanz) und Stefan Zick (Below-, Gedenk-, und Heidelauf Wittstock). Foto: privat

Wanderpokal für Sieg beim Podbielski-Lauf wechselt den Besitzer

26 Teilnehmer nahmen beim 2. Podbielski-Lauf in Dallmin den langen Kanten in Angriff. FOTO: TORSTEN GOTTSCHALK

Ein Beitrag von Torsten Gottschalk im Prignitzer von 20.09.2023.

Nach der zweiten Auflage des Podbielski-Laufes in Dallmin hat der begehrte Wanderpokal schon wieder den Besitzer gewechselt. Eine Teilnehmerin reiste sogar mit dem Fahrrad aus Wittenberge an.

Der Wanderpokal hat einen neuen Besitzer. Maximilian Wegert holte sich bei der zweiten Auflage des Podbielski-Laufes mit rund 100 Teilnehmern, veranstaltet von Nicole Ullmann und dem TuS Dallmin, den Sieg über die 13 Kilometer und darf sich – nach erfolgreicher Gravur – den schicken Teller für ein Jahr in die Vitrine stellen. Der junge Mann von der LG Oberhavel absolvierte den langen Kanten in einer Zeit von 51:17 Minuten und war damit 3:04 Minuten schneller als der zweitplatzierte und 28 Jahre ältere Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald.

Der Vorbericht zum Lauf

Als Dritte und damit schnellste Frau erreichte Yvonne Loock (Einheit Perleberg) mit einer Zeit von 56:42 Minuten das Ziel am Dallminer Sportplatz. Die Prignitzer Ausnahmeläuferin hatte sich erst kurzfristig für eine Teilnahme entschieden und verwies Kathrin Maltzahn (1:10:38 Stunden) auf Rang zwei.

Läuferin reist mit dem Fahrrad aus Wittenberge an

Die zweitplatzierte Dame vom Lauftreff Bentwischer Wald hatte für die drittletzten Station des Prignitz-Cups 2023 aber auch eine besondere Anreise hingelegt. „Sie war mit dem Fahrrad aus Wittenberge gekommen, lief die 13 Kilometer und fuhr danach mit dem Fahrrad auch wieder zurück“, war nicht nur Organisatorin Nicole Ullmann beeindruckt.

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Pokalverteidiger entscheidet sich für die kürzere Distanz

Der Vorjahressieger über den längeren Kanten, Maik Waldburger, startete mit Blick auf die Pokalwertung der Laufserie diesmal nur über die sechs Kilometer und war auch hier nicht zu bezwingen. Der Groß Woltersdorfer lief nach 23:45 Minuten ins Ziel und verwies Dietmar Jahnke (Meyenburg/25:31) und Benjamin Fechner (UG KKH Prignitz/26:28) auf die weiteren Podestplätze.

Maik Waldburger (596), hier neben Organisatorin Nicole Ullmann (593) laufend, gewann den Lauf üner 6 km. FOTO: TORSTEN GOTTSCHALK

Schnellste Frau über die 6-km-Distanz war die in der Pokalwertung führende Yvonne Malz (UG KKH Prignitz) mit einer Zeit von 32:45 Minuten, gefolgt von Jana Klas (Turngemeinde Wittenberge/33:56).

Kinder sorgen zu Beginn der Veranstaltung für Verwirrung

Gleich zu Beginn der Veranstaltung sorgten die Kinder des 1-km-Laufes für etwas Verwirrung. Kaum losgelaufen, erreichten die ersten schon wieder das Ziel. Allerdings ohne den Streckenposten an der eigentlichen Wendemarke erreicht zu haben. Nach dem Neustart und dann die 1000 Meter komplett laufend, sicherte sich Jesko Jaeger (Grundschule Karstädt/4:08) den Sieg vor Karl Hoheisel (Perleberg/4:38) und Arne Teschner (Glöwen/4:40).

Alle Ergebnisse des 2. Podbielski-Laufes

Trotz des „Fehlstarts“ der jüngsten Teilnehmer war Nicole Ullmann zufrieden. „Alle sind heil angekommen, das Wetter hat mitgespielt und auch die Strecken wurden von den Teilnehmern gelobt“, sagt die Organisatorin, für die der Spaß an der Bewegung entscheidend ist, und die für die Erstplatzierten in den Männer- und Frauenkonkurrenzen noch ein besonderes Präsent parat hatte: einen 5 kg schweren Sack mit Kartoffeln. „Wir sind schließlich ein Kartoffeldorf“, sagt Nicole Ullmann, die sich auch über die spontanen Spenden für die von ihr unterstützten Aktion „Knack den Krebs“ der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg sehr gefreut hat.

Auf den 2. Podbielski-Lauf folgen noch der 3. Einheitslauf in Glöwen (3. Oktober) und zum Abschluss der Laufserie um den Prignitz-Cup die 23. Prignitzer Moormeile in Bad Wilsnack am 14. Oktober.

Yvonne Loock siegt bei den Norddeutschen Meisterschaften

EIn Beitrag von Torsten Gottschalk im Prignitzer vom 13.09.2023

Yvonne Loock aus Perleberg glänzt auch auf der Tartanbahn.

Für Yvonne Loock vom SSV Einheit Perleberg war auch der wiederholte Ausflug auf die ungewohnte Tartanbahn erfolgreich. Bei den Norddeutschen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren in Zeven konnte die Läuferin erneut überzeugen.

Yvonne Loock hat ihrer beeindruckenden Medaillensammlung einen weiteren Titel hinzugefügt. Die eigentlich auf den längeren Strecken beheimatete Laufsportlerin vom SSV Einheit Perleberg gewann bei den Norddeutschen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren im niedersächsischen Zeven den Titel in ihrer Altersklasse W45 über 1500 Meter.

Auf der Leichtathletikanlage an der Kanalstraße in Zeven waren insgesamt 373 Teilnehmer in den verschiedenen Altersklassen am Start.

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Mit ihrer Zeit von 5:37,54 Minuten verwies die Perleberger Läuferin die Hamburgerin Sandra Meyer-Lindloff (5:48,76) in ihrer Altersklasse klar auf den Silberrang. „Ich hatte ein viel besseres Gefühl, als bei den Deutschen Meisterschaften“, berichtet Yvonne Loock von ihrem erneuten Ausflug auf die Tartanbahn. „Ich konnte mir das Rennen besser einteilen und hatte am Ende sogar noch Luft.“

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Bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach hatte sich die Perlebergerin über die 1500 Meter mit einer Zeit von 5:40,68 Minuten die Bronzemedaille in der Altersklasse W45 geholt.

„Die Mittelstrecke auf der Bahn im Stadion ist eben eine ganz andere Nummer als Straßenläufe oder auch Crossläufe. Es ist ein tolles Erlebnis und unglaublich motivierend zu sehen, wie die Athleten bis in die hohen Altersklassen gegeneinander, aber auch miteinander um Bestzeiten und Podestplätze kämpfen“, hatte Yvonne Loock damals gegenüber unserer Zeitung erklärt.

Yvonne Loock bei den Deutschen Meisterschaften erfolgreich – und demnächst auch wieder beim Prignitz-Cup?

Eines der selten Fotos von Yvonne Loock auf der Bahn. Hier beim Wettkampf in Halle. Bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach lief die Sportlerin des SSV Einheit Perleberg in ihrer Altersklasse über die 1500 Meter zur Bronzemedaille. FOTO: BIRGER LOOCK

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 16.08.2023.

Es war eine neue Herausforderung für Yvonne Loock. Die Läuferin der LG Prignitz versuchte sich auf einem für sie nicht alltäglichem Terrain und einer kurzen Strecke. Sie startete bei den DM der Masters über 1500 Meter.

Yvonne Loock läuft meist die langen Strecken auf der Straße oder im Wald. Jetzt wagte sie einen erfolgreichen Abstecher auf die Bahn und auf eine geringere Distanz. FOTO: BIRGER LOOCK

Läufe über längere Strecken bis hin zum Marathon. Auf Straßen oder im Gelände. Das ist das Metier von Yvonne Loock von der LG Prignitz. Jetzt wagte die Sportlerin einen Abstecher auf der Bahn. Sie startete bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach über die 1500 Meter. Mit Erfolg, es gab eine Medaille. Die Perlebergerin sicherte sich in der Altersklasse W45 knapp Bronze.

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„In Halle bin ich bei den offenen Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt die Norm gelaufen und mit einer Meldezeit von 5:38 Minuten an den Start gegangen. Damit war die DM auch erst das zweite Mal, eine für mich so kurze Distanz zu bestreiten. Neue Herausforderungen haben eben ihren Reiz. Aber mir fehlt hier ganz klar die Erfahrung“, berichtete Yvonne Loock.

Dennoch stellte sich die Leichtathletin des SSV Einheit Perleberg motiviert in Mönchengladbach an die Startlinie. Und wollte vielleicht etwas zu viel. „Ganz optimistisch bin ich viel zu schnell los und habe nach 300 m sogar noch geführt. Aber nach etwa 800 m bin ich total eingebrochen und habe mich wirklich gequält. Ich wurde überholt und die vierte kam immer näher und nur ein paar beherzte letzte schnelle Schritte haben noch die Bronzemedaille gerettet. Letztlich waren es nur zwei Hundertstel Sekunden. Ich bin super froh, dass es noch gereicht hat“, schilderte sie ihren Lauf.

Mit zwei Hundertstel Sekunden Vorsprung zur Bronzemedaille gerettet

Der Meistertitel in dieser Altersklasse ging an Petra Franken (LG Olympia Dortmund) in 5:19,84 Minuten. Dahinter folgte Beate Faus (DJK Löwe Hambach/5:33,89). Das spannende Duell um Platz drei entschied dann Yvonne Loock in 5:40,68 Minuten denkbar knapp gegen Katja Kanditt (Mönchengladbacher LG/5:40,70) für sich.

Yvonne Loock lobt die tolle Atmosphäre bei den Titelkämpfen

„Die Mittelstrecke auf der Bahn im Stadion ist eben eine ganz andere Nummer als Straßenläufe oder auch Crossläufe. Es ist ein tolles Erlebnis und unglaublich motivierend zu sehen, wie die Athleten bis in die hohen Altersklassen gegeneinander aber auch miteinander um Bestzeiten und Podestplätze kämpfen“, zog Yvonne Loock ihr persönliches Fazit von den Titelkämpfen.