Prignitzer Laufcup geht in eine spannende Endphase

In der Laufserie um den Prignitz-Cup gibt es noch drei Veranstaltungen. Der Kampf um den Sieg in der erstmals ausgetragenen Pokalwertung ist spannend. FOTO: IMAGO IMAGES/ANDREAS GORA (SYMBOLFOTO)

Noch drei Läufe zu absolvieren

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 27.07.2022

Vier von sieben Läufen sind beim Prignitz-Cup absolviert. Die Beteiligung an den Veranstaltungen ist gut, der Kampf um den Sieg in der erstmals ausgetragenen Pokalwertung bei Frauen und Männern spannend.

Der Prignitz-Cup macht noch ein paar Wochen Pause, aber Anfang September geht die Laufserie in ihre zweite – und entscheidende – Phase. Vier Veranstaltungen in Perleberg, Wittstock, Dallmin und Lanz liegen hinter den Laufsportlern und Walkern, drei folgen noch. Den Anfang macht der Temnitzer Heidelauf am 3. September. Danach geht es weiter mit dem Einheitslauf in Glöwen am 3. Oktober. Den Abschluss bildet dann die Moormeile in Bad Wilsnack am 15. Oktober.

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Mit der Beteiligung am ersten kompletten Prignitz-Cup in Zeiten von Corona sind die Veranstalter durchaus zufrieden. Auch Rolf Schädlich, verantwortlich für die Cup-Auswertung und selbst aktiver Teilnehmer, ist es. In der Wertung sind bislang 207 Läuferinnen und Läufer gelistet. Und auch in der zum ersten Mal ausgetragenen Pokalwertung finden sich schon 206 Namen.

Prignitz-Cup Stand der Altersklassenwertung

Könnten vielleicht mehr sein. Und so schlägt Rolf Schädlich den Veranstaltern vor, „künftig noch mehr die sozialen Medien zu nutzen“, um so kräftig die Werbetrommel für ihren Lauf zu rühren. Zum Beispiel für den Temnitzer Heidelauf. Dort besteht die Gelegenheit, sich an einem Marathon durch die Kyritz-Ruppiner Heide zu versuchen. Es geht aber auch kürzer. In die Cup-Wertung gehen die 10,5 km-Strecke und der Halbmarathon ein.

Start zum Jahn-Gedenklauf in Lanz: In der vordersten Reihe schon die Favoriten Yvonne Loock (Startnummer 24), Jörg Schulze (148) und Chris Stamer (46). Loock und Stamer gewannen über die 12,4 km-Distanz. FOTO: OLIVER KNOLL

Im Kampf um den Pokal der Laufserie Prignitz-Cup werden Läuferinnen und Läufer gewertet, die an mindestens drei Läufen teilgenommen haben. Für jeden Läufer kommen altersklassenübergreifend die Platzierungen der vier besten Läufe in die Endwertung. Es muss mindestens ein Lauf auf einer langen bzw. kurzen Strecke absolviert werden. Diese Streckenlängenregelung gilt bis einschließlich der AK 55 und ist im aktuellen Stand noch nicht berücksichtigt.

Kyritzer Duell Stamer gegen Stamer bei den Herren

Es bleibt also spannend. So in der Pokalwertung der Herren. Dort wird im Kyritzer Duell Chris Stamer von Guido Stamer gejagt. Im Kampf um Rang drei sind der Wittenberger Jörg Schulze und Maik Waldburger (Ruppiner Triathlon Verein)derzeit punktgleich. Nur einen Zähler vor Andre Domres (LF Prignitz).

Prignitz-Cup Stand Pokalwertung

Nicht minder interessant die Frauenkonkurrenz. Hier führt Yvonne Maltz (UG Kreiskrankenhaus Perleberg) vor Jessica Eckert (In Bestform) und Christine Braune (PCD Verein). Es folgt eine weitere Stamer: Lucy liegt auf Platz vier. Den Sieg noch nicht abgeschrieben haben dürfte Yvonne Loock (Einheit Perleberg). Sie hat erst zwei Läufe – jeweils Siege – in der Wertung stehen. Kommen zwei weitere dazu, würde sie die Höchstpunktzahl erreichen. Das könnte ´Jessica Eckert ebenfalls noch schaffen.

In Gedenken an den Turnvater

Die Laufelite vor dem Start in Lanz unter sich: Chris Stamer (Nummer 46), Maik Waldburger (135), Jörg Schulze (148) und Yvonne Loock (24). Foto: privat

Zum sechsten Mal hat der SV Jahn Lanz den Jahn-Gedenklauf, der Teil des Prignitz-Cups ist, ausgetragen – Organisator Sebastian Urbank mit positivem Fazit.

Ein Beitrag von Marius Böttcher in der MAZ vom 05.07.2022

Lanz. Der Turnvater wäre stolz gewesen: Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte der Jahn-Gedenklauf am Sonntag seine sechste Auflage feiern. Nur wenige hundert Meter vom Geburtshaus Friedrich Ludwig Jahns entfernt, lud der veranstaltende SV Jahn Lanz zum Sportplatz, auf dem sich der Start- und Zielbereich befand. „Es hat alles sehr gut geklappt, wir hatten im Vorfeld ein paar Corona-Absagen, insgesamt sind wird aber sehr zufrieden“, resümierte Organisator Sebastian Urbank, der 71 Starter und 69 Finisher zählte: „Die Strecke wurde gut angenommen, etwas erschwerend waren die Temperaturen. Schon beim Start waren es 26 Grad im Schatten.“ Von denen sich die Laufbegeisterten der Region jedoch keinesfalls abschrecken ließen.

Drei verschiedene Distanzen bot der SV Jahn Lanz den Teilnehmenden an – 12,4 Kilometer, 6,6 Kilometer und drei Kilometer. Der lange und der mittlere Kanten flossen in die Prignitz-Cup-Wertung ein. Die abwechslungsreiche Strecke mit Schotter- und Sandboden, etwas Wiese und einem kurzen Stück Asphalt samt leichter Steigung, nahm die Läuferschar laut Sebastian Urbank dankend an: „Die Resonanz war super, das Feedback der großen Masse wirklich positiv. Unsere Strecken sind anspruchsvoll, punkten aber dank der Vielfältigkeit.

Yvonne Loock (Einheit Perleberg) und Chris Stamer (Fortuna Kyritz) sorgten auf der 12,4-Kilometer-Runde für Favoritensiege. „Da wächst was heran, eine tolle Zeit. Chris Stamer hat in diesem Jahr schon mehrfach überzeugen können und löst Lokalmatador Jörg Schulze so langsam ab, wobei Jörg bereits am Tag zuvor in Schwerin unterwegs war“, berichtet Urbank, der selbst die lange Distanz unter die Sohlen nahm und in der männlichen Konkurrenz als Fünfter die Ziellinie überquerte: „Ich kann damit gut leben, musste zwischendurch anhalten, weil mein Telefon klingelte und ich etwas abklären musste. Mit Fred Sommerfeld hatte ich aber tollen Laufpartner.“

Ebenfalls eine Perlebergerin gewann über die 6,6 Kilometer: Jessica Eckert (InBestform). Schnellster Mann über die mittlere Distanz war Maik Waldburger vom Ruppiner Triathlon Verein. Mit Finja und Florian Mäusling war ein junges Duo von Fortuna Kyritz über die 3000 Meter jeweils am schnellsten im Ziel. Am Sonntagabend zog Urbank ein positives Fazit: „Mit knapp 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern können wir zufrieden sein. Überall sind die Zahlen stark eingebrochen, nach der Pause ist das für uns aber in Ordnung.“ Und eines wollte der gebürtige Lanzer nicht unerwähnt lassen: „Der größte Dank gilt den Helfern und Sponsoren. Ohne diese wäre das alles nicht möglich.“

1. Podbielski-Lauf in Dallmin erfolgreich beendet – im kommenden Jahr geht es weiter.

Nicole Ullmann (M.) lief selbst die 13 Kilometer zur Premiere des 1. Podbielski-Laufes am Pfingstmontag in Dallmin. Foto: Dirk Becker

Ein Beitrag von Dirk Becker in der MAZ vom 7. Juni 2022

Dallmin. Bestes Laufwetter für 99 Läuferinnen und Läufer am Pfingstmontag auf dem Sportplatz vom TuS Dallmin. Wo sonst Netze an den Toren hängen, prangte dort das rote Start- und Zielbanner für den1.Podbielski-Lauf, den Nicole Ullmann, selbst passionierte Läuferin, und der Dallminer Verein gemeinsam organisiert hatten. Von dort starteten die Kinder über einen Kilometer, die Walker über drei und die Läuferinnen und Läufer über sechs und 13 Kilometer.

Freuen durfte sich Nicole Ullmann nicht nur über die Teilnehmerzahl, die trotz des Pfingsttermins auf den Sportplatz gekommen waren. „Einige mehr wollten kommen“, so Nicole Ullmann, „aber die hatten schon eine Reise geplant.“
Freuen durfte sich die Lauf-Organisatorin auch darüber, dass mit Victor von Podbielski, ein in Birkholz lebender Nachkomme des Namensgebers, einen Wanderpokal stiftete und den Startschuss gab, besser gesagt, die Startklappe betätigte. Oder darüber, dass die Leichtathletik-Trainer-Urgesteine Renate und Dieter Krumm es übernommen hatten, am Ziel die Medaillen an jeden Finisher zu übergeben, launig moderiert von Ortsvorsteher Andreas Much.

Auf die lange Strecke hatte sich auch die Chefin des Podbielski-Laufs begeben. Das wollte sich Ullmann bei allen organisatorischen Abläufen nebenbei nicht nehmen lassen. Und sie war auch erfolgreich unterwegs, kam als zweite Frau hinter Jessica Eckert aus Perleberg ins Ziel in einer Zeit von 1:18,44 Stunden, gewann aber in ihrer Altersklasse. Die zehn Jahre jüngere Eckert hatte knapp zehn Minuten weniger für die lange Strecke benötigt.
Bei den Männern erreichte Maik Waldburger aus Groß Woltersdorf das Ziel in 50:49 Minuten vor Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald Wittenberge (51:59 Minuten). „Damit ist Maik Gewinner des Wanderpokals“, so Nicole Ullmann, „dieser wird jetzt graviert und dann bekommt er ihn wieder.“

Die Sechs-Kilometer-Strecke dominierten die Kyritzer Geschwister Lucy und Chris Stamer, beide vom Volleyballclub Fortuna. Während Lucy Stamer 30:13 Minuten unterwegs war, überquerte Chris Stamer nach 25:03 Minuten die Ziellinie. Damit hatte der Kyritzer wieder wertvolle Punkte für die Prignitz-Cup-Laufserie gesammelt. Zur Serie gehören der Rolandlauf, den Stamer schon gewinnen konnte, und der Wittstocker Below-, Gedenk- und Heidelauf, wo der VC-Läufer Dritter wurde.
Rolf Schädlich, Organisator des Prignitz-Cups, war über die 13 Kilometer in 1:18,10 Stunden in seiner Altersklasse 65 der beste Läufer zur Premiere in Dallmin.

„Letztlich hat alles gut geklappt, jeder hat ins Ziel gefunden“, so die Organisatorin, die sich auch darüber freuen konnte, dass der TuS Dallmin grünes Licht gegeben hat, den Lauf auch im kommenden Jahr stattfinden zu lassen. Eine Terminabsprache folgt jetzt zeitnah.

Podbielski-Lauf in Dallmin feiert Premiere

NICOLE ULLMANN UND DER TUS DALLMIN FREUEN SICH AUF MÖGLICHST VIELE TEILNEHMER AM 1. PODBIELSKI-LAUF AM PFINGSTMONTAG. FOTO: PRIVAT

Leichtathletik Prignitz Cup bekommt Zuwachs / Nicole Ullmann und TuS Dallmin organisieren Laufveranstaltung.

Ein Beitrag von Oliver Knoll im Prignitzer vom 3. Juni 2022.

Eine neue Laufverstaltung hält Einzug in der Prignitz. Am Pfingstmontag fällt der Startschuss zum 1. Podbielski-Lauf in Dallmin. Er wird organisiert von Nicole Ullmann und dem TuS Dallmin und zählt zum Prignitz Cup.

Die Idee, einen Lauf zu veranstalten, kam Nicole Ullmann in Hamburg. Dort hatte sie Ende des vergangenen Jahres mit Unterstützung einen Spendenlauf für eine Krebsstation in einem Hamburger Krankenhaus organisiert. Den sogenannten Weihnachtsmützenlauf. „Und dann dachte ich, warum nicht einen Lauf in der Prignitz? Hier sind doch die Läufe in den vergangenen Jahren immer weniger geworden“, erzählt sie.
Die Planungen und Vorbereitungen begannen. Und wie bei einer Staffel klappte die Übergabe des Stabes auch bei der Zusammenarbeit der Verantwortlichen. Das Ergebnis: Am Pfingstmontag startet der 1. Podbielski-Lauf in Dallmin. Mit vier Strecken für Läufer und Walker. Am Sportplatz gibt es die Ein-Kilometer-Runde, im angrenzenden Wald am Sportplatz eine Drei- und eine Sechs-Kilometer-Runde. Die längste Strecke über 13 Kilometer führt vom Podbielski-Damm über die Postliner Brücke und dann am Bahndamm zurück.

„Da hängt eine ganze Menge dran“, sagt Nicole Ullmann über die Vorbereitungen. Und ist froh, Unterstützung zu haben. So den TuS Dallmin, der als erster den Staffelstab bekam. „Der Verein beginnt am Dienstag mit seiner Sportwoche, bei der er sich präsentiert. Wir haben uns überlegt, dass wir einen Tag vorher anfangen und den Lauf am Montag machen“, berichtet die Mutter von drei Kindern.
Nicole Ullmann und der TuS Dallmin gaben den Staffelstab dann an die Organisatoren des Prignitz Cups weiter. Die halfen unter anderem bei der Anmeldung beim Landessportbund oder bei Versicherungsfragen und nahmen die Veranstaltung in ihre Laufreihe auf. In Dallmin geht es also auch um Punkte für die Cup-Wertung. Es folgte eine weitere Staffelübergabe: Die an die Zeitnehmerfirma Tollense Timing. Diese sorgt für professionelle Zeitnahme.

Bislang haben wir etwas mehr als 50 Anmeldungen. Ich hoffe, dass da bis Pfingstmontag noch einige dazukommen“, sagt Nicole Ullmann. Anmeldungen sind bis kurz vor dem Start möglich. Kinder müssen für den Lauf keine Startgebühr bezahlen. Der erste Lauf wird um 9.50 Uhr auf die Strecke geschickt. Die Ausgabe der Startnummern erfolgt ab 8 Uhr.

Eine der Startnummern erhält Nicole Ullmann. Sie möchte unbedingt – trotz der organisatorischen Verpflichtungen – die Distanz über die 13 km in Angriff nehmen. Eigentlich schon immer dem Laufsport verschrieben, hat die gebürtige Dallminerin nach einer Pause vor fünf Jahren wieder mit dem Laufen angefangen. Mit Erfolg. Im vergangenen Jahr startete sie beim Berlin-Marathon.

Von der Hauptstadt zurück nach Dallmin. Dort hat die Organisatorin es geschafft, Personen aus der direkten Umgebung mit einzubeziehen. „Ich freue mich, dass Victor von Podbielski, ein in Birkholz lebender Nachkomme des Namensgebers, einen Wanderpokal stiftet und den Startschuss geben wird“, erzählt Nicole Ullmann. Das ist aber nicht alles. Renate und Dieter Krumm, die jahrelang die jungen Leichtathleten aus Dallmin und Umgebung trainierten und formten, werden die Medaillen übergeben. Eine Medaille bekommt am Pfingstmontag jeder Teilnehmer.

1. Podbielski-Lauf in Dallmin

Nicole Ullmann, TuS Dallmin

Nicole Ullmann organisiert gemeinsam mit dem TuS Dallmin den 1. Podbielski-Lauf auch für den Prignitz-Cup

Ein Beitrag von Dirk Becker in der MAZ vom 27.04.2022

Dallmin. Nicole Ullmann geht zur Zeit massiv in die Werbung für den Podbielski-Lauf, der am Pfingstmonat zum ersten Mal im Wald am Sportplatz in Dallmin gestartet werden soll. Die gebürtige Dallminerin hatte vor Weihnachten einen Spendenlauf für eine Krebsstation in einem Hamburger Krankenhaus organisiert. Beim sogenannten Weihnachtsmützenlauf (MAZ berichtete) wurde die Idee geboren, dem Prignitz-Cup, der Laufreihe im Kreis, einen weiteren Lauf hinzuzufügen. „Wir haben uns gefragt, warum wir nicht regelmäßig einen Lauf veranstalten und uns zurecht gesponnen, dann auch beim Prignitz-Cup mitzumachen.“ erzählt Nicole Ullmann. Wir, das waren sie und die Verantwortlichen vom TuS Dallmin. Denn ohne Verein im Hintergrund sei so eine Laufveranstaltung nicht machbar. Das habe der Wettbewerb an Weihnachten gezeigt.

Für den 1. Podbielski-Lauf, Namensgeber ist Viktor von Podbielski (siehe Infobox), wurde also der 6. Juni auserkoren. Mit ein Grund ist, dass der TuS Dallmin ab dem darauf folgenden Dienstag seine jährliche Sportwoche ausrichtet, in der sich der Verein der Öffentlichkeit vorstellt. Ob dieser Termin dann jährlich zu halten ist, solle sich zeigen, wie die Premiere erfolgt. „Ein fester Termin steht noch nicht fest, aber am Pfingstmontag haben viele frei. Klar sind auch welche im Urlaub, aber entweder kommen die Leute oder nicht, das wird sich zeigen“, so Nicole Ullmann, die den Termin dann auch gleich in verschiedene Laufgruppen gestreut hat.

Warum kommt jemand auf die Idee, einen Lauf zu organisieren, was doch einen erheblichen Aufwand für eine Person bedeutet? „Der Prignitzcup ist ja eine tolle Sache, aber im Laufe der Zeit sind die Läufe immer weniger geworden,“ erzählt Nicole Ullmann über ihre Motivation. In Dallmin und der gesamten Gegend um die Gemeinde Karstädt gibt es keine Laufkultur bis jetzt mit organisierten Läufen. „Es gibt viele Leute, die laufen, ja, aber nicht so organisiert.“

Die Organisatoren des Prignitzcups haben Nicole Ullmann beim Vorbereiten unterstützt, sie beraten bei der Anmeldung beim Landessportbund, in Versicherungsfragen und vielem mehr, was bei einem solchen Wettkampf organisiert werden muss. Die Zeitnehmerfirma Tollense Timing sorgt für professionelle Zeitnahme. Vorbei die Zeiten, wo Helfer im Ziel mit der Stoppuhr standen. „Beim Spendenlauf geht das noch, aber jetzt will ich die Verantwortung nicht haben.“

Nicole Ullmann ist selbst passionierte Läuferin. Die Mutter von drei Töchtern, hat bereits Marathon-Erfahrung zum Beispiel im vergangenen Jahr in Berlin gemacht. „Da will ich auch dieses Jahr starten, wenn alles gut geht, und die Gesundheit mitspielt.“ Dort werden auch wieder die Töchter Pauline (20), Charlotte (23) und Frieda (11) an der Strecke bei Kilometer 33 stehen und die Mama anfeuern. „Das treibt einen schon an“, sagt Nicole Ullmann. Bei den wöchentlichen Trainingseinheiten wird sie von der jüngsten Tochter Frieda begleitet. „Wenn wir nur drei Kilometer laufen, dann macht sie mit. Wenn die Strecke länger wird, dann fährt sie mit dem Fahrrad als meine Trainerin (lacht).“ Mal läuft sie fünf, mal zehn oder seltener 15 Kilometer. Aber alles ohne einen festen Trainingsplan. „Ich bin Mutter von drei Kindern, das würde mir zeitlich zuviel werden.“ Zum Auftakt ihrer Rennsaison nimmt sie bereits am Rolandlauf in Perleberg teil, der den Auftakt zum Prignitzcup am 14. Mai bildet. Dort will die Laufenthusiastin den Halbmarathon in Angriff nehmen. Für den 1. Podbielski-Lauf sucht Nicole Ullmann noch Sponsoren, um Preise besorgen zu können.

Gutsherr ist der Namensgeber

Victor von Podbielski war ein Gutsherr in Dallmin und lebte von 1844 bis 1916. Er hatte sich Zeit seines Lebens dem Sport verschrieben.

Podbielski war Landwirtschaftsminister von 1901 bis 1906 und fungierte 1909 als Präsident des deutschen Reichsausschusses für die geplanten Olympischen Spiele 1916.
In Dallmin ist eine Sporthalle nach Podbielski benannt, sowie der Fahrradweg von Dallmin nach Postlin.

Der 1. Podbielski-Lauf bietet vier Strecken für Läufer und Walker an. Am Sportplatz gibt es die Ein-Kilometer-Runde, im angrenzenden Wald am Sportplatz eine Drei- und eine Sechs-Kilometer-Runde.

Die längste Strecke ist die über 13 Kilometer, die vom Podbielski-Damm über die Postliner Brücke am Bahndamm zurück führt.

Die Startnummern werden am Pfingstmontag ab 8 Uhr ausgegeben. Online-Anmeldungen können über die Webseite von „Tollense Timing“ unter Podbielski-Lauf erfolgen.

Podbielski-Lauf im Internet: https://podbielskilauf.wixsite.com/home