Ein Beitrag von Caroline Hähnel im Nordkurier vom 04.10.2025
Zum nunmehr fünften Mal fand in Glöwen der Einheitslauf statt. Die Teilnehmerzahl wächst stetig an und war rekordverdächtig.
In Glöwen verlief der Tag der Deutschen Einheit wie bereits in den vergangenen Jahren sportlich. Zum nunmehr fünften Mal hatte der Ortsbeirat des Plattenburger Ortsteiles zum Einheitslauf auf dem Schulgelände eingeladen, der 2021 in der Corona-Lockdown-Phase ins Leben gerufen worden war.
Glöwener Einheitslauf wird immer größer
Seit seiner Gründung zieht der Einheitslauf stetig mehr Fans an: Waren es 2024 noch 207 Laufbegeisterte gewesen, die in Glöwen an den Start gingen, so konnten die Organisatoren diesmal bereits bei den Voranmeldungen die stattliche Zahl von 251 verzeichnen. Am 3. Oktober selbst kamen dann noch einige Kurzentschlossene hinzu, sodass am Ende insgesamt 260 Teilnehmer gezählt wurden.
Bereits vor der offiziellen Eröffnung herrschte dichtes Gedränge im Startbereich. Punkt 10 Uhr fiel dann der Startschuss, den Anfang machten die jüngsten Läufer mit der Kinder-Strecke über 600 Meter.
Während es für die Jugend auch noch die 1,8-Kilometer-Strecke gab, konnten sich die Erwachsenen entweder an der 5,7- oder an der 12,7-Kilometer-Strecke versuchen. Und es waren nicht nur Läufer unterwegs: Wer es lieber etwas ruhiger angehen wollte, der konnte als Walker am Einheitslauf teilnehmen.
Im Ziel erwarteten die Sportler Getränke und frisches Obst als Stärkung – und natürlich bekam jeder Teilnehmer eine Medaille überreicht, die man sich auf Wunsch auch mit dem eigenen Namen gravieren lassen konnte. Für die Kinder hatten die Organisatoren außerdem noch Tüten mit Gummibärchen in petto.
Ortsvorsteher freut sich über Engagement der Helfer
Wer nach dem Lauf größeren Hunger verspürte, der hatte die Möglichkeit, sich in der Schulkantine mit einem Mittagessen zu stärken. Für das Catering zeichnete das Gastronomieunternehmen „Trendkost“ aus Perleberg verantwortlich.
Ortsvorsteher Christopher Teschner zeigte sich überaus zufrieden mit dem diesjährigen Glöwener Einheitslauf. Er ist selbst aktiver Sportler und lief die 12,7 Kilometer über den Mühlenberg und durch den Glöwener Forst mit. Beim Prignitz-Cup, zu dem der Einheitslauf gehört, versuche er immer, möglichst viele Läufe mitzumachen, verriet er im Gespräch mit unserer Redaktion.
In diesem Jahr gebe es wieder tolles Feedback von den Teilnehmern. Zwar sei auch die eine oder andere Kleinigkeit nicht nach Plan verlaufen, aber: „Das ist ein Beweis, dass man es als Ehrenamtler macht“, so Teschner. Besonders freue er sich, dass sich erneut so viele engagierte Helfer eingefunden hätten. „Es ist schön, wenn man sieht, dass auch die anderen Ehrenamtler so hinter dem Projekt stehen.“
Ortsbeirat verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen
Eine von ihnen ist die Perlebergerin Sabrina Jaap, die schon seit mehreren Jahren zum Organisations-Team des Prignitz-Cups gehört. Mit dabei sind auch ihre Eltern, die sich hier ehrenamtlich engagieren. „Wir machen jedes Jahr mit und geben zum Beispiel die Startnummern aus“, sagte sie.
Der Cup wachse, so sei die Teilnehmerzahl in Glöwen diesmal Rekord. Vor zwei, drei Tagen sei noch einmal ein ganzer Schwung Anmeldungen hinzugekommen. Sie selber hatte sich an diesem 3. Oktober für 5,7 Kilometer Walking entschieden und zeigte sich begeistert von der Atmosphäre: „Es ist ein schöner Lauf hier, die Strecke ist toll, man läuft durch den Wald. Und es ist klein und gemütlich, man kennt viele Gesichter.“

Vor Ort war auch das Deutsche Rote Kreuz. Dies sei eine Neuerung gegenüber den Vorjahren, erläuterte Glöwens Ortsvorsteher. Nachdem im Mai beim Perleberger Rolandlauf ein Teilnehmer gesundheitliche Probleme hatte und kurz darauf verstorben war, habe man beim Einheitslauf mehr in die Sicherheit der Läufer investiert, so Teschner. „Wir haben mehr Markierungen angebracht und einen mobilen Ersthelfer auf halber Strecke positioniert, damit er schnell reagieren kann. Außerdem haben wir ein Rettungspunktesystem eingeführt.“
Und auch in diesem Jahr fand wieder der Klassenwettkampf beim Einheitslauf statt. Für die Schüler gilt es dabei, sich gemeinsam anzustrengen, denn für die Schulklassen mit den meisten Teilnehmern winken Preise für die Klassenkasse.
Den ersten Platz und damit ein Preisgeld von 200 Euro, gesponsert von der Gebäudereinigung Huth, sicherte sich die erste Klasse des Schulzentrums Glöwen. Den zweiten Platz mit je 100 Euro teilten sich die Klassen 6.1 und 6.2 des Diesterweg-Gymnasiums Havelberg. Außerdem gab es noch einen Extra-Preis für die „Bärengruppe“ der Kita Waldhaus.






















