Ein Unikat: Der eigens gefertigte Staffelstab mit allen Stationen der Laufserie um den Prignitz-Cup. Quelle: privat
Am 12. April startet in Meyenburg der Prignitz-Cup 2026. Doch schon vor dem Auftakt haben sich die Organisatoren aller acht Läufe für eine ganz besondere Staffel zusammengeschlossen. Es ging von Austragungsort zu Austragungsort fast 200 Kilometer durch die Prignitz.
Ein Beitrag von Christoph Brandhorst in der MAZ vom 24.03.2026
Glöwen. Die Organisatoren der acht Läufe des Prignitz-Cups haben eine Mammutleistung vollbracht, noch bevor in der Laufserie die ersten Kilometer zurückgelegt wurden. Am Sonntag absolvierten sie von den frühen Morgenstunden bis zum späten Abend einen bis dato nie dagewesenen Staffellauf – über rund 195 Kilometer fast durch den ganzen Landkreis.
Alle acht Stationen der diesjährigen Cup-Serie wurden dabei abgelaufen und je eine Etappe von den jeweiligen Lauforganisatoren übernommen.
„Das war wirklich eine Schnapsidee und ich hätte selbst nicht gedacht, dass man sie so schnell umsetzen kann“, berichtet Initiator Christopher Teschner, der für den Einheitslauf in Glöwen verantwortlich zeichnet. „Ziel war es, alle Läufe mal miteinander zu verbinden und auf den Cup und seine Läufe aufmerksam zu machen.“
Prignitz-Cup-Staffel: Start in Glöwen um 5 Uhr
Am Sonntagmorgen um 5 Uhr machte sich der erste Läufer in Glöwen auf die Strecke. Das erste Ziel: Bad Wilsnack, wo am 17. Oktober die Moormeile das Finale der diesjährigen Prignitz-Cup-Saison bildet.

Quelle: privat
Von dort ging es nach Perleberg (Rolandlauf; 9. Mai), Wittenberge (hier findet am 12. September der erste LAGA-Lauf im Rahmen der Landesgartenschau statt), Lanz (Jahn-Gedenklauf; 4. Juli) und Karstädt (Podbielskilauf; 20. Juni).
Nächster Halt: Meyenburg. Hier wird am 12. April mit dem Meyenburger 2-Länderlauf die Laufsaison in der Prignitz offiziell eröffnet. Über Wittstock (Below-Gedenk- und Heidelauf; 6. Juni) ging es wieder nach Glöwen (Einheitslauf; 3. Oktober).
Organisator Christopher Teschner übernahm den eigens kreierten Staffelstab für die letzte Etappe. Die silberne Röhre hat alle Ausrichtungsorte des Prignitz-Cups eingraviert. „Auch das war eine ganz spontane Sache“, erinnert sich Teschner und freut sich, dass ein lokales Unternehmen den Staffelstab ganz spontan fertigte und spendete.
Symbolisch soll das Unikat die freundschaftlich verbundenen Lauf-Veranstalter nun auch durch die Saison begleiten. „Ich werde ihn am 12. April in Meyenburg überreichen“, erklärt Teschner. Dann soll er von Ort zu Ort weiterwandern.
Christopher Teschner absolviert 45 Kilometer lange Schlussetappe
Um 23.15 Uhr hatte der Einheitslauf-Organisator das Ziel erreicht. Seine 45 Kilometer lange Schlussetappe war wohl der härteste Kanten der großen Runde. „Es war vielleicht das anspruchsvollste Stück, auch wegen der Dunkelheit. Aber ich habe das auch als Trainingslauf gesehen“, sagt der im Ultramarathon erfahrene Glöwener. Am 25. April will er die Harzquerung von Wernigerode bis nach Nordhausen in Angriff nehmen.
Die Prignitz-Cup-Veranstalter haben es vorgemacht – jetzt sind die Lauffreunde im Brandenburger Nordwesten gefragt: Für mehrere Läufe der Cup-Serie sind die Online-Meldeportale bereits geöffnet. In Meyenburg werden am 12. April die ersten Wertungspunkte vergeben.
Und im kommenden Jahr soll der Staffelstab zur nächsten Runde durch die Prignitz aufbrechen. „Wie ich die anderen verstanden habe, wären sie auch im nächsten Jahr wieder dabei“, hofft Christopher Teschner auf eine Neuauflage der Prignitz-Cup-Staffel.
