Waldburger und Eckert holen Pokale

MAIK WALDBURGER (95) GEWANN DIE ERSTMALS AUSGELOBTE POKALWERTUNG DES PRIGNITZ-CUPS BEI DEN MÄNNERN VOR CHRIS STAMER (85) UND JÖRG SCHULZE (11). TORSTEN GOTTSCHALK

Laufsport Veranstaltungsserie um den Prignitz-Cup 2022 nach sieben Läufen beendet.

Ein Beitrag von Torsten Gottschalk im Prignitzer vom 12.11.2022.

Alle Ergebnisse des Prignitz-Cups 2022 finden Sie auf https://prignitz-cup.de/
altersklassenwertung/

Torsten Gottschalk

Mit der 22. Moormeile in Bad Wilsnack ist auch der Prignitz-Cup 2022 abgeschlossen. Nach der zweijährigen Corona-Pause wurden bei diesmal sieben Laufveranstaltungen – 30. Rolandlauf in Perleberg, 40. Wittstocker Below-Gedenk- und Heidelauf, 1. Podbielskilauf in Dallmin, Jahn-Gedenklauf in Lanz, 2. Temnitzer Heidelauf in Rägelin, 2. Einheitslauf in Glöwen und eben Bad Wilsnack – Punkte vergeben und die Sieger und Platzierten in den einzelnen Altersklassen ermittelt.
Insgesamt trugen sich 480 Starterinnen und Starter bei den für die Prignitz-Cup relevanten Läufe in die Ergebnislisten ein. „49 von ihnen haben mindestens drei Läufe absolviert und damit die Vorgaben für die Pokalwertung erfüllt“, sagt der Bad Wilsnacker Rolf Schädlich in seiner Funktion als „Herr der Zahlen“ beim Prignitz-Cup und selbst aktiver Teilnehmer.
Bei den Männern und Frauen wurde – neben der Altersklassenwertung – in diesem Jahr erstmals auch eine Pokalwertung vorgenommen. Mit 99 Punkten siegte Maik Waldburger (Ruppiner Triathlon Verein) vor dem punktgleichen Chris Stamer (Fortuna Kyritz) und Jörg Schulze (LT Bentwischer Wald Wittenberge/97). „Bei gleicher Punktzahl am Ende wird die Anzahl der besseren Platzierungen herangezogen. Ist auch dies gleich zählen die meisten Läufe auf der längeren Strecke. Und da hat Maik Waldburger mehr vorzuweisen“, erklärt Schädlich
Bei den Damen holte sich Jessica Eckert (In Bestform Perleberg/99) den „Pott“. Dahinter folgten Lucy Stamer (Fortuna Kyritz/93), Yvonne Maltz (UG Kreiskrankenhaus Prignitz/91) und Nicole Ullmann (TuS Dallmin/90) auf den weiteren Plätzen.
Ihren Erfolg von 2019, als der Prignitz-Cup letztmalig gewertet wurde, in einer der Altersklassenwertungen wiederholten Maik Waldburger (M40), Jörg Schulze (M55) und Fred Sommerfeld (Empor/Grün-Rot Wittenberge/ M60). Bei den Frauen gelang dies nur Jessica Eckert (W35) und Kristiana Deutschmann (LG Bünger Rathenow/W70).
Große Anerkennung gebührt auch wieder der Pritzwalker Lauflegende Ernst Wehrstedt. Der älteste Teilnehmer (Jahrgang 1934) gewann unangefochten in seiner Altersklasse M85.
Überraschend tauchten Stephan Krakow (SG enthe Perleberg) und Seriensiegerin Yvonne Loock (Einheit Perleberg) nicht in den Siegerlisten der Cup-Wertung auf. „Sie haben nicht alle Läufe mitgemacht“, erklärt Rolf Schädlich, der in der Altersklasse M65 mit 99 Punkten die Nase knapp vor dem punktgleichen Norbert Lewerenz (Blau-Weiß Schollene) hatte.

„Der Berg war ganz schön knackig“

SCHON BEIM START DES EINHEITSLAUFES ÜBER DIE LANGEN DISTANZEN SETZTEN SICH MAIK WALDBURGER (95), JÖRG SCHULZE (11) UND VERANSTALTER CHRISTOPHER TESCHNER (1) AN DIE SPITZE DES FELDES. TORSTEN GOTTSCHALK

Laufsport Jörg Schulze gewinn beim 2. Einheitslauf in Glöwen den langen Kanten / 155 Finisher.

Ein Beitrag von Torsten Gottschalk im Prignitzer vom 04.10.2022.

Ein Jahr nach seiner Premiere hat der Einheitslauf in Glöwen weitere Anhänger gefunden. Nach 120 Teilnehmern im Vorjahr wollten gestern schon 155 Laufbegeisterte und Walker die vier verschiedenen Laufdistanzen unter die Füße nehmen. Davon absolvierten allein 69 Teilnehmer die 600 Meter für die Kita-Kinder und 1,8 km für die Schülerinnen und Schüler.
Nach seinem Sieg im Vorjahr über den langen Kanten erreichte Maik Waldburger (Ruppiner Triathlonverein) diesmal über die 5,6 km nach 21:56,2 Minuten als Erster das Ziel. Mit einigem Abstand folgten Chris Stamer (Fortuna Kyritz/23:25,2) und Benjamin Fechner (32:41,8) auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Frauen landeten Finja Mäusling (28:00,4) und Lucy Stamer (29:13,5) einen Doppelsieg für Fortuna Kyritz. Dritte wurde Melina Kösterke (Wittenberge/30:14,2).
„Nach einem kürzlichen Trainingslager habe ich in diesem Jahr die kürzere Distanz gewählt. Die Laufstrecke war super. Es ging über Stock und Stein“, so Waldburger, der den Organisatoren eine „super organisierte und ausgeschilderte Veranstaltung“ attestierte.
Bereits am 15. Oktober will Waldburger bei der Moormeile in Bad Wilsnack weitere Punkte für die Prignitz-Cup-Wertung 2022 einsammeln. Dort trifft er auch auf Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald. Der Mann aus dem Wittenberger Ortsteil Lindenberg gewann in 52:14,8 Minuten den Lauf über die 12,7 km-Distanz mit großem Abstand vor Maurice Skambath (LG Jahn Lanz/57:22,1) und Martin Weimüller (Pritzwalker LT/57:50,9).
Schon kurz nach dem Zieleinlauf war Schulze wieder gut bei Puste und konnte entspannt die weiteren Zieleinläufe beobachten. Angesprochen auf die Strecke durch die Felder und über den Mühlenberg bei Groß Leppin meinte Jörg Schulze: „Der Berg ging ziemlich steil hoch und war ganz schön knackig.“ Er sei aber ohne taktische Vorgaben gelaufen und hatte schnell die Gegner abgeschüttelt. „Ich konnte das Tempo gut halten und gut durchlaufen, das war wichtig“, meinte der Lindenberger zufrieden.
Bei den Frauen gewannElise Zimmermann (Groß Leppin) die längere Distanz in 1:02:21,5 vor Nicole Ullmann (TuS Dallmin/1:17:21,9).
Auch Veranstalter Christopher Teschner zog nach den Läufen ein durchweg positives Fazit. „Fast alles hat gut funktioniert und die Stimmung war toll. Wir haben viele positive Resonanzen erhalten“, meinte der Glöwener Ortsvorsteher, der über die 12,7 km als Sechster ins Ziel kam. „Mit meinem Abschneiden bin ich schon zufrieden. Außerdem habe ich meine Zielzeit aus dem Vorjahr geknackt“, freute sich Christopher Teschner.

Einmal und nie wieder diese Quälerei

Beim 3. Temnitzer Heidelauf 2022 mit Marathon-Premiere gingen 136 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start. Fotos.: Dirk Becker

Amtsdirektor Thomas Kresse steht den 1. Marathon beim Temnitzer Heidelauf durch und gewinnt damit eine Wette gegen Bürgermeister Bernd Müller.

Ein Beitrag von Dirk Becker in der MAZ vom 05.09.2022.

Rägelin. Kommt er zu Fuß oder mit dem Rettungswagen? Diese Frage wurde nach gut fünf Stunden heiß diskutiert. Thomas Kresse, Amtsdirektor Temnitztal, war auf der Marathonstrecke beim 3. Temnitzer Heidelauf unterwegs, zum ersten Mal in seinem Leben nahm er an so einem Wettkampf teil, gemeinsam mit seinem Trainingspartner Marcus Melzer hatte sich der Debütant über die 42 Kilometer förmlich gequält. Und eine Wette lief mit, nämlich die mit Temnitzquell-Bürgermeister Bernd Müller, dass Kresse es nicht schaffen würde. Der Verlierer sollte im kommenden Jahr beim Theatersommer in Netzeband mit auf die Bühne.

Als Kresse die Ziellinie mit einem Urschrei nach 5:15:36 Stunden überquerte, eskortiert von Rettungskräften auf den letzten Metern, hatten zuvor schon 135 das gleiche getan, allerdings ohne Eskorte. Den Marathon gewann Marco Stielow vom Verein Diabetikerwarnhunde Rhinluch in souveränen 3:43:41 Stunden. Dass einer unter vier Stunden auf der sandigen Crossstrecke bleiben würde, hätte Mitorganisator Olaf Wolff nicht gedacht. „Ja, sandig war es, aber die Strecke war ganz toll ausgeschildert“, lobte Stielow die Organisatoren und damit auch 66 Helfer, die ehrenamtlich mitgeholfen hatten, dass dieser dritte Heidelauf ein voller Erfolg wurde. Nur eine Frau hatte sich ebenfalls an dieses Marathon-Abenteuer in der Heide gewagt, Silke Gerstmann vom Teufel-Team Berlin genoss 20 Minuten vor Kresse den Applaus der Laufsportgemeinschaft.

Glücklich im Ziel: Thomas Kresse (li.) und Bernd Müller. Foto: Dirk Becker

Eine besonders flotte Sohle hatte am Sonnabend Stefan Schulz vom Ruppiner Triathlonverein in den Zuckersand gestemmt. Zuvor war der Neuruppiner bereits durch seine besondere Radrennmaschine aufgefallen, mit dem er kurz die 18 Kilometer bis Rägelin zurückgelegt hatte. Auch der Halbmarathon, den Schulz souverän gewann, sollte nur eine Trainingseinheit für ihn werden. Wofür? Demnächst geht es zum Ironman nach Hawaii. „Ich habe mich sogar einmal verlaufen und bin 1,2 km mehr gerannt. Aber ich war noch Erster, alles gut.“ Die ersten fünf Kilometer seien anstrengend gewesen, Sandpiste eben, aber dann lief es für den Zweimeter-Athleten.

Halbmarathon-Sieger Stefan Schulz mit Töchterchen Elsa (400m). Foto: Dirk Becker

Dass es Punkte für den Prignitz-Cup abzufassen gab, interessierte den Neuruppiner Ironman nicht so sehr, wie Christopher Teschner aus Glöwen in der Prignitz, der gleich mal Werbung in eigener Sache machte, und sein Banner für den Glöwener Einheitslauf am 3. Oktober aufgehängt hatte. Teschner war mit seiner Leistung nicht so zufrieden, als Sechster über 10,5 Kilometer. „Ich habe falsch trainiert, den Termin vergessen und bin mit Muskelkater an den Start gegangen.“

Falsch trainiert hatte auch Thomas Kresse, der sein Training vor drei Wochen schon abgebrochen hatte. „Ich habe mich nicht an die Pläne gehalten, immer mehr gemacht. Heute wollte ich einfach nur starten.“ Aber der Amtsdirektor biss sich durch. „Das war mein erster und mein letzter Marathon“, sagte er im Ziel.

Marathon (Top 3)

Männer

1.Marco Stielow – Diabetikerwarnhunde Rhinl. 3:43:41.5

2. Gunnar Kroll – Walsleben/LG Helden 3:53:12.7

3. Kai-Peter Büttner 4:24:24.7

Frauen

1. Silke Gerstmann – Teufel-Team 4:53:03.1

21,1 Kilometer (Top 3)

Männer

1. Stefan Schulz – Ruppiner Triathlon Verein 1 :22:10.1

2. Maik Waldburger – Ruppiner Triathlon V. 1:34:29.5

3. Stefan Scheufler 1:38:09.7

Frauen

1. Swantje Wagner – LG Mauerweg Berlin 2 :02:13.5

2. Anke Schmidt 2:05:07.0

3. Frauke Herweg 2:09:46.9

10,5 KIlometer (Top 3)

Männer

1. Marc Marquardt – LAC Ruppin0:38:24.5

2. Thomas Drößler – LG Oberhavel 0:43:12.9

3. Steffen Nordwig – LC Ronn-Hill Berlin 0:43:24.5

Frauen

1. Kathrin Koczessa – Drößler LG Oberhavel 0 :48:32.2

2. Juliane Sandow – Kreuz & Quer SimRun 0 :53:35.7

3. Catherine Gras 0 :54:59.3

Alle Ergebnisse vom 3. Temnitzer Heidelauf finden Sie im Internet unter www.chronobase.de

3. Temnitzer Heidelauf lockt mit Marathon und Bambinilauf

Foto: Temnitzer Heidelauf

Die Laufserie um den Prignitz-Cup geht geht in ihre zweite und entscheidende Phase

Ein Beitrag von Torsten Gottschalk im Prignitzer vom 2. September 2022

PRIGNITZ Die Laufserie um den Prignitz-Cup geht geht in ihre zweite und entscheidende Phase. Vier Veranstaltungen in Perleberg, Wittstock, Dallmin und Lanz liegen hinter den Laufsportlern und Walkern, drei folgen noch.
Den Anfang macht der 3. Temnitzer Heidelauf am morgigen Samstag mit dem ersten Start um 9 Uhr auf dem Sportplatz in Rägelin. Hier besteht auch die Gelegenheit, sich an einem Marathon durch die Kyritz-Ruppiner Heide zu versuchen. Es geht aber auch kürzer. In die Cup-Wertung gehen die 10,5 km-Strecke und der Halbmarathon ein. Außerdem gibt es einen Bambinilauf über 400 Meter und einen 2,3 Kilometer-Lauf. Auch für Walker und Nordic Walker sind Distanzen über 10,5 und 21,1 Kilometer im Angebot.
Die Startnummernausgabe erfolgt ab 7 Uhr am Sportplatz. Nachzügler können sich am Veranstaltungstag bis 30 Minuten vor dem Start noch anmelden.

Für alle Teilnehmer gibt es Finishermedaille und Teilnehmerurkunden sowie zusätzliche Medaillen für die drei Erstplatzierten auf jeder Strecke. Veranstalter sind die Spielvereinigung Gühlen-Glienicke/Rägelin, Fitness-Treff-Natur und das Amt Temnitz.

Nach der Temnitzer Veranstaltung geht es weiter mit dem Einheitslauf in Glöwen am 3. Oktober. Den Abschluss der Laufserie um den Prignitz-Cup bildet dann die Moormeile in Bad Wilsnack am 15. Oktober.

„Wetten, dass…“ in Rägelin

Amtsdirektor Thomas Kresse (Startnummer 1) will zur Premiere des Marathons beim Heidelauf die 42 Kilometer schaffen. Foto: Dirk Becker

3. Temnitzer Heidelauf bietet jetzt auch einen Marathon – Amtsdirektor Thomas Kresse läuft mit und will es schaffen

Ein Beitrag von Dirk Becker in der MAZ vom 2. September 2022

Rägelin. Top, die Wette gilt. Am Sonnabend weht ein Hauch „Wetten, dass…“ über den Sportplatz in Rägelin, wenn dort zum dritten Mal der Temnitzer Heidelauf gestartet wird. Ein Novum gibt es: Die Veranstalter haben in diesem Jahr einen Marathon aufgelegt. Und an diesem nimmt auch Amtsdirektor Thomas Kresse teil, der mit Bürgermeister Bernd Müller eine Spaßwette abgeschlossen hat. Thomas Kresse wettet, dass er beim Temnitzer Heidelauf die Marathon-Distanz bewältigt. Temnitzquells Bürgermeister Bernd Müller hält dagegen. Der Verlierer muss eine Rolle bei „Baba Jaga“ übernehmen, einem Familienstück im Netzebander Theatersommer. Kresse, der seit Jahresanfang „1000 Trainingskilometer in den Beinen“ hat, mutet sich mit der Wette einiges zu. Denn der Heidelauf ist wegen des teilweise feinsandigen Untergrundes auch für gut vorbereitete Sportler eine Herausforderung. Der Hobby-Läufer schließt deshalb auch ein Scheitern nicht aus. Selbst Olaf Wolff, neben Bernd Müller Organisator des Laufs, war beim Abfahren der Strecken mit dem Mountainbike stecken geblieben. „Es ist ein Geländelauf“, sagt Wolff. „Ich muss jeden Schritt hochkonzentriert laufen.“

Die Zehn-Kilometer-Läufer werden wie in den vergangenen Jahren wieder bis hinter den Sielmann-Turm geschickt, wo es eine Wendeschleife gibt. Die Halbmarathon-Läufer werden bis nach Neuglienicke und zurück laufen. Die Marathon-Läufer kommen dagegen bei der Premiere an allen drei Heide-Zugängen vorbei – Pfalzheim, Rossow und Neuglienicke. Die Allerkleinsten können beim Bambini-Lauf über 400 Meter auf dem Sportplatz starten, Jugendliche sich auf einer 2,3-Kilometer-Strecke rund um den Sportplatz und durchs Dorf messen. Die Läufe 10,5 und 21,1 Kilometer gehen in die Wertung des Prignitz-Cups ein.

Bis zum gestrigen Online-Anmeldeschluss hatten in den einzelnen Disziplin über 100 Läuferinnen und Läufer ihren Start zugesagt. Die meisten (41) starten wohl auf den 10,5 Kilometern, darunter auch Yvonne Maltz aus Perleberg. Nachmeldungen sind noch am Starttag bis 30 Minuten bis zum Start gegen eine Gebühr möglich. Der Start über die 42 Kilometer erfolgt um 9 Uhr, alle anderen Läuferinnen und Läufer treten eine Stunde später an.